Vortrag: spezialisierte ambulante Palliativversorgung
Mitte Oktober fand die zweite Sitzung des Seniorenbeirates der Stadt Zeil a.Main unter Leitung der Seniorenbeauftragten Christl Pottler statt. Im Fokus stand ein Vortrag zur ambulanten Palliativversorgung.
Expertenteam unterstützt
Ursula Weißhaar, Palliativschwester der ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Ebern, erklärte, wie schwerkranke Menschen dank der SAPV zuhause betreut werden können. Ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Seelsorgern und Psychologen, sorgt dafür, dass Patienten mit nicht-heilbaren Krankheiten bestmöglich versorgt werden.
Wie funktioniert die ambulante Palliativversorgung?
Um die SAPV in Anspruch nehmen zu können, muss der Hausarzt eine Verordnung ausstellen. Danach kümmert sich das Palliativteam um die notwendigen Formalitäten, einschließlich der Hinterlegung von Patientenverfügungen und Vollmachten.
Kosten und Betreuung
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für 40 Tage, darüber hinausgehende Tage werden gesondert abgerechnet. Patienten müssen jedoch keine zusätzlichen Kosten tragen. Die Betreuung erfolgt nach Bedarf, je nach Schwere der Erkrankung. Sogar nächtliche Einsätze sind möglich. Die Pflege erfolgt in Zusammenarbeit mit der Sozialstation vor Ort.
Zusammenarbeit mit Hospizvereinen
Ursula Weißhaar betonte auch die enge Kooperation mit Hospizvereinen, die es den Angehörigen ermöglicht, kleine Auszeiten zu nehmen, während die erkrankten Personen von geschulten Freiwilligen betreut werden.