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Ehrenbürger

Ehrenbürger der Stadt Zeil a.Main

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Zeil a.Main verleiht. Sie wird durch Beschluss des Stadtrats an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht haben. Seit dem Jahr 1899 wurde diese Ehrung an eine Reihe von Persönlichkeiten verliehen, deren Wirken die Entwicklung der Stadt in unterschiedlichen Bereichen geprägt hat.


Verleihungen ab dem späten 19. Jahrhundert

Karl Josef Link (*1844 in Amorbach; † 30. Mai 1903 in Zeil a.Main)
war von 1882 bis zu seinem Tod Stadtpfarrer in Zeil. In seine Amtszeit fällt unter anderem der Bau des Zeiler Käppeles. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm am 24. Dezember 1899 verliehen.

Hugo Speth (*1873 in Donauwörth; † 1956)
war als Apotheker in Zeil a.Main tätig und engagierte sich darüber hinaus für die städtebauliche Entwicklung. Als Gründer des Verschönerungsvereins setzte er wichtige Impulse für die Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Ehrenbürgerwürde erhielt er am 30. Juli 1930.

Nikolaus Mölter (*16. September 1862 in Zeil a.Main; † 28. Juli 1945 in Haßfurt) 
war als Fabrikant in der Stadt tätig und wurde 1932 zum Ehrenbürger ernannt.


Kirche, Schule und Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert

Bernhard Rüdenauer (*12. Mai 1882 in Bad Mergentheim; † 5. November 1956 in Haßfurt) 
war von 1936 bis 1956 Stadtpfarrer in Zeil a.Main. Sein Wirken prägte das kirchliche und gesellschaftliche Leben der Stadt über zwei Jahrzehnte hinweg. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm am 17. August 1946 verliehen.

Adora Baumbach (*18. Februar 1894 in Schweinfurt; † 17. Juli 1967)
war Ordensfrau der Kongregation der Töchter des Allerheiligsten Erlösers in Würzburg und von 1926 bis 1967 als Lehrerin an der Zeiler Grundschule tätig. Für ihr langjähriges pädagogisches Wirken wurde sie am 21. Oktober 1963 zur Ehrenbürgerin ernannt.

Josef Gaßner (*14. Dezember 1899 in Hofstetten; † 21. November 1979) 
war über viele Jahrzehnte Lehrer und später Direktor der Zeiler Volksschule. Sein Wirken prägte das schulische Leben in der Stadt nachhaltig. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm zu Ostern 1970 verliehen.

Hermann Mauer (*27. November 1899 in Neustadt b. Coburg; † 7. August 1994) 
war Rektor der Schule und zugleich Stadtchronist der Stadt Zeil a.Main. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm 1975 verliehen.

 

Kommunale Verantwortung und öffentliche Entwicklung

Rudolf Winkler (*24. April 1919; † 17. Juli 1983) 
war von 1948 bis 1980 Bürgermeister der Stadt Zeil a.Main. In seiner langen Amtszeit prägte er die kommunale Entwicklung maßgeblich. Für seine Verdienste wurde er 1980 zum Ehrenbürger ernannt.

Heinz Milewski (*19. Februar 1917 in Hegelingen (Ostpreußen); † 3. Oktober 1997 in Freiburg im Breisgau) 
war als Fabrikant tätig und wurde 1982 zum Ehrenbürger der Stadt Zeil a.Main ernannt.

Heinrich Schneier (*21. Dezember 1925; † 29. Oktober 2022) 
war kommunalpolitisch und auf Landesebene engagiert. Als Mitglied des Bayerischen Landtags setzte er sich über viele Jahre für die Belange der Region ein. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm 1999 verliehen.


Kirche, Kultur und Stadtgeschichte im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert

Alfred Östreicher (*1938 in Peißenberg; † 2. Dezember 2021)
war von 1988 bis 2005 Stadtpfarrer in Zeil a.Main. Für sein Wirken in Kirche und Gemeinde wurde er 2005 zum Ehrenbürger ernannt.

Ludwig Leisentritt (*10. September 1937)
ist Stadtarchivar und Heimatforscher der Stadt Zeil a.Main. Für seine Verdienste um die Aufarbeitung und Dokumentation der Stadtgeschichte wurde ihm am 19. Juli 2013 die Ehrenbürgerwürde verliehen.