Ziel: Mehr Sicherheit und Komfort für alle
Die Stadt möchte Wege und Gassen so gestalten, dass sie von Menschen jeden Alters sicher genutzt werden können – ob mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl. Untersuchungen hatten im Vorfeld gezeigt, dass unebene Pflasterflächen, Höhenunterschiede sowie fehlende Orientierungshilfen den Alltag in der Altstadt bislang erschwerten. Geplant sind außerdem: eine Verkehrsführung im Schritttempo in den Gassen sowie zwei zusätzliche Querungshilfen in der Hauptstraße.
Altstadtcharakter bleibt erhalten
Um trotz Barrierefreiheit den historischen Charme zu bewahren, testet die Stadt ein besonderes Verfahren: Zunächst wurde das bestehende Pflaster mit speziellem Fugenmörtel neu verfugt, anschließend wurden die Flächen abgefräst, um eine ebenere Oberfläche zu erzielen. Das Verfahren erhält die historische Optik, ist deutlich kostengünstiger als ein kompletter Pflasteraustausch und bleibt dennoch vollständig förderfähig.
Erste Testbereiche abgeschlossen
Die Arbeiten in beiden Gassen fanden bereits Ende September statt. Die Ergebnisse stellte die Verwaltung nun im Rahmen der Ortseinsicht vor. Auf Grundlage dieser Testflächen soll der Stadtrat entscheiden, ob das Verfahren künftig auch in weiteren Gassen Anwendung findet. Bürgermeister Thomas Stadelmann betont: „Wir wollen die Schönheit unserer Altstadt bewahren und sie gleichzeitig für alle Generationen gut nutzbar machen. Die gefundene Lösung ist nachhaltig, wirtschaftlich und verbessert die Lebensqualität spürbar.“
Nächste Schritte
Der Bauausschuss möchte vor einer endgültigen Entscheidung über das Gesamtkonzept die Abnahme der Testflächen begleiten – und ggf. etwas nachjustieren. Anschließend fällt die Entscheidung, ob im definierten Bereich die Pflastersteine künftig ausgetauscht oder Flächen abgefräst werden sollen.
