Marktplatz, Rathaus mit Fachwerkhaus-Ensemble, HeXenturm

Die "gute Stube" der Stadt. 

Einer der schönsten fränkischen Kleinstadtmarktplätze. Wuchtiges, spätgotisches Rathaus mit Jahreszahl 1540. Unterbau älter (14. Jahrhundert); an der Ecke Pranger und Bamberger Elle. Dem Rathaus gegenüber steht das ehemalige Rosenbergische Zehnthaus, das dem Barockbaumeister Johann Jacob Michael Küchel zugeschrieben wird. Erbaut hat es 1749 der Zeiler Maurer- und Steinhauermeister Jacob Reutig jun. mit seinen Gesellen. Daneben steht das katholische Pfarrhaus im klassizistischen Stil.

 

In Zusammenarbeit mit der Städtebauförderung ist unter Einbe- ziehung des Originalschauplatzes Stadtturm und des angebauten Fronhauses das Dokumentationszentrum
 "Zeiler HeXenturm" entstanden.

Kath. Pfarrkirche St. Michael und Annakapelle

Katholische Stadtpfarrkirche (1713/32) mit Fünfknopfturm. Spätbarocke Altäre (1730), weißgefasste barocke Lindenholzfiguren, wertvolle  Deckengemälde von J.P. Herrlein und Stuckarbeiten von P. Hellmuth (1761), prächtige Naturholzkanzel (vor 1700), spätgotische Holzfiguren St. Laurentius und St. Urban. Im Turm, in der ehem. Sakristei, Fresken aus dem 14. Jahrhundert. An der Südseite des Langhauses Ölbergkapelle mit lebensgroßen Sandsteinfiguren (18. Jahrhundert). Die St.-Anna-Kapelle (15. Jahrhundert) steht südöstlich der Pfarrkirche. Das Untergeschoß war früher Ossarium, renoviert 1983.

Obere Torstraße mit Stadtturm

Schönster Straßenraum der Stadt, abgeschlossen durch den wuchtigen Stadtturm; gegenüber das ehemalige Jagdschloß (1695) des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn (jetzt Finanzamt). Unübersehbar der sog. Probstenhof, ein sehr stattlicher, spätbarocker Bau aus Zeiler Sandstein. Er wird Dientzenhofer dem Jüngeren zugeschrieben und trägt wie das Jagdschloß über dem Haupteingang, das Wappen des Lothar Franz von Schönborn.

Stadtmauerblick

Südfront der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Stadtmauer. Innen sind noch einige Tragböden des Wehrganges zu erkennen: die Front ist durchbrochen durch Schalentürme. Der Mauer vorgelagert liegen die sogenannten Grabengärten, der verlandete Stadtgraben. Der Blick nach Nordwesten zeigt das Finanzamt.

Haus an der Hauptstraße Nr.3 und Blick zum Marktplatz

Reich geschnitztes Fachwerkhaus (1689) von Jörg Hoffmann, Zimmermann aus Zeil, der in der Barockzeit seinen eigenen, noch als Renaissance anzusprechenden Stil baute.

Speiersgasse, Freyung

Sie führt, umrahmt von schönen und verschiedenartigen Fachwerkhäusern zur "Alten Freyung" (jetzt Brauerei Göller). Wappen mit Kaiserpaar und Bamberger Dom, darunter Leupoldwappen mit drei Hahnenköpfen (1514). Ein Spruch weist auf die ehemalige Funktion einer Freistatt hin. Spätgotische Madonna. Gegenüber die ehemalige Synagoge.

Alter Friedhof und Kriegergedächtnisstätte

Nachfolger des Friedhofs um die Pfarrkirche, gotische Friedhofskapelle, 1448 konsekriert. Bildnerische Ausstattung. An der Außenwand der Friedhofsmauer die Golgathakapelle aus dem Jahr 1617, Renaissance mit gotisierendem Maßwerk. Sandsteinfiguren in Lebensgröße. Neben der Golgathakapelle Zugang zum Friedhof durch ein Renaissanceportal (renoviert) aus dem Jahre 1623. Die Golgathakapelle ist eingefügt in die vorgelagerte, 1962 geweihte Kriegergedächtnisstätte.

Zeiler Käppele auf Berghöhe

Der fürstbischöflich-bambergische Steuereinnehmer und Ratsherr in Zeil, Johann Wernhammer, stiftete 1727 den Bau einer kleinen Maria-Hilf-Kapelle. Der Neubau der jetzigen Kapelle als Marienheiligtum mit Lourdeskapelle erfolgte in den Jahren 1894-1897. Renovierungsarbeiten wurden in den Jahren 1955 und 1995/96 sowie zuletzt 1997 durchgeführt. Das "Zeiler Käpelle" ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Von hier aus erfreut ein weiter Rundblick auf die Stadt, über das Maintal bis zum Steigerwald, nach Norden zur Rhön, nach Osten vom Feldaltar aus nach Bamberg und zum Frankenjura. Der Kapellenberg war früher Standort des Castrum Cilanum (der Zeiler Burg). Südostlich liegt Schmachtenberg mit dem Talschloß, überragt von der Burgruine Schmachtenberg; im Wald versteckt, eine große Burganlage mit zum Teil erhaltenen Turm- und Mauerresten. Aufgelasssen Ende des 16. Jahrhunderts, als der Amtssitz nach Zeil verlegt wurde.

Naturpark Hassberge

Die Gemarkung der Stadt Zeil enthält viele ökologisch wertvolle Flächen, diese werden im Naturpark Hassberge geschützt. Rund um die Stadt Zeil gibt es mehrere Naturschutzgebiete. Ausführliche Informationen unter www.naturpark-hassberge.de.